100 Jahre Kirche ohne Obrigkeit

Gerhard Ulrich, Harmut Lehmann, Petra Pau, Marlies Fritzen 1919 wurde die Trennung von Staat und Kirche vollzogen, nachdem die „gottgewollte Obrigkeit“ im November 1918 durch die Revolution ins Exil getrieben und der Bund von „Thron und Altar“ damit beendet worden war. Die Evangelisch-Lutherische Kirche kam in die tiefste Krise seit der Reformation. Mit der Weimarer Republik konnten sich die meisten Protestanten nicht anfreunden, und Adolf Hitler wurde 1933 vielfach als neue christliche Obrigkeit begrüßt. Erst nach 1945 veränderte sich langsam das Verständnis von Obrigkeit, und der Protestantismus fand zur Demokratie. In einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung soll dieses schwierigen Jubiläums gedacht werden und Bilanz gezogen werden, wie das Verhältnis von Staat und Kirche heute zueinander ist. Wie steht es mit der Trennung von Staat und Kirche, und welche Bedeutung hat Kirche in der Gesellschaft von heute?

Mit: Landesbischof Dr. h.c. Gerhard Ulrich, Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Hartmut Lehmann, Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Marlies Fritzen, Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtags

Einer Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Akademie und Hauptkirche St. Jacobi

Freitag, 8. Februar, 19:00 Uhr

Bildquellen: Nordkirche/Sönke Dwenger (Ulrich), DIG_TRIALON (Pau), marlies-fritzen.de (Fritzen)