Flüchtlingsrequiem

Sechs an jedem Tag: Nach einem Bericht der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR ertranken 2019 sechs Menschen an jedem Tag bei ihrem Fluchtversuch über das Mittelmeer. Grund dafür ist, dass es keine Seenotrettung durch die EU mehr gibt. Auch Seenotrettung durch private Organisationen findet wegen der Blockaden durch Italien und Malta nur noch sehr eingeschränkt statt.
Das macht die Flucht über das Mittelmeer immer gefährlicher: Im Jahr 2015 ertrank jeder 269. Mensch bei der Flucht über das Mittelmeer. In diesem Jahr starb dort jede*r 47. Migrant*in. Am höchsten ist die Zahl im zentralen Mittelmeer zwischen Libyen nach Italien. Hier verliert jede*r 11. sein*ihr Leben.
Nicht um Zahlen wird es gehen, sondern der Menschen werden wir im Gottesdienst für die Toten an den Grenzen der EU gedenken: Trauer um verlorenes Leben hat seinen Ort im Flüchtlingsrequiem. Ihre Würde und unsere Verantwortung werden Thema sein in dem Gottesdienst, den Hauptpastorin und Pröpstin Astrid Kleist, Pastorin Dietlind Jochims (Beauftragte für Menschenrechte, Migration und Flucht der Nordkirche), Dietrich Gerstner (Referent für Menschenrechte und Migration im Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche) und die Basisgemeinschaft „Brot und Rosen“ gemeinsam gestalten.

Sonntag, 17. November, 18:00 Uhr