Flüchtlingsrequiem: Leave no one behind am

Wir feiern diesen Gedenkgottesdienst für die Toten auf der Flucht, da auch im letzten Jahr viele flüchtende Menschen auf dem Mittelmeer ums Leben gekommen sind.

80 Millionen, so viele Menschen wie die Bundesrepublik Deutschland Einwohner hat, oder 1% der Weltbevölkerung sind weltweit auf der Flucht. Über das Mittelmeer und an der türkisch-griechischen Grenze sind Menschen auf dem Weg nach Europa, in der Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit. „Wir erleben dort eine bereits Jahre andauernde Krise der Solidarität. Solidarität aber benötigen die Menschen dringend, die zum Spielball politischer Mächte geworden sind und von allen Seiten instrumentalisiert werden“, so Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt.

Zu den Menschen, die ohnehin schon benachteiligt sind und besonders von der Corona-Krise getroffen werden, gehören die Flüchtlinge an Europas Außengrenzen. Länder schließen ihre Grenzen aufgrund der Corona-Pandemie. Flüchtlinge und Migranten werden ausgeschlossen. Unter der Überschrift #leavenoonebehind ruft ein Aktionsbündnis für Geflüchtete dazu auf, sich der Krise zu stellen und dabei europäische Werte zu wahren.

Solidarität mit Geflüchteten und das Gedenken an die 1900 Menschen, die bei ihrer Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen sind, stehen im Zentrum des diesjährigen Flüchtlingsrequiems in der Hauptkirche St. Jacobi am Sonntag, 15. November, 18.00 Uhr, das die Beauftrage der Nordkirche für Migrations-, Asyl- und Menschenrechtsfragen, Pastorin Dietlind Jochims, Pastor Dietrich Gerstner, Referent für Menschenrechte und Migration des Zentrums für Mission und Ökumene sowie Mitglieder der Basisgemeinschaft „Brot und Rosen“ und Imam Ercan Yüksekkaya gemeinsam mit Hauptpastorin Pröpstin Astrid Kleist, Kantor Gerhard Löffler, Mitgliedern des Ensembles „lebenslaute“, Mostafa Rahsepar und Rafi Bareghzhi gestalten.

In diesem kurzen Video bekommen Sie einen Eindruck vom Gottesdienst im letzten Jahr.