Umfassende Förderung der Sanierung von St. Jacobi durch den Bund und die Stadt Hamburg

Hauptpastorin Astrid Kleist, der Kirchengemeinderat und die Gemeinde können die Nachricht noch immer kaum fassen: Der Bund und die Stadt Hamburg haben zugesagt, Fördergelder in Höhe von bis zu 40,8 Millionen Euro bereitzustellen, um die Hauptkirche St. Jacobi umfassend zu sanieren, und eine zeitgemäße und zukunftsgerichtete Nutzung zu ermöglichen. Wir danken allen, die an dieser Entscheidung mitgewirkt haben, von ganzem Herzen!

Jetzt sind genaue Planungen und Abstimmungen nötig, um im nächsten Jahr mit den Bauarbeiten zu beginnen, für die insgesamt ca. 10 Jahre veranschlagt werden.

Es stehen umfassende Sanierungsmaßnahmen an der Außenhaut, dem Turm, der Pilgerkapelle, Kemper-Orgel, Restaurierungswerkstatt und am Dachtragwerk an. Ebenso bedarf der Kircheninnenraum einer grundlegenden Renovierung. Auch der denkmalgeschützte Herrensaal, der älteste erhaltene Barocksaal der Stadt, sowie die historischen Wappentafeln, sollen künftigen Generationen erhalten bleiben. Zudem ist eine Modernisierung der Gemeinderäume geplant, die auch auf eine maßgebliche Verbesserung unter dem Gesichtspunkt Barrierefreiheit abzielt.

„Ich erkenne in der klaren Zusage umfassender Förderung durch den Bund und die Stadt eine große Chance, aber auch einen Auftrag, nun einen räumlichen Entwurf zukünftigen kirchlichen und öffentlichen Lebens zu gestalten, der über diese Kirche und ihre Gemeinde hinausweist, und sich als Teil eines größeren Ganzen versteht.“, so Hauptpastorin Astrid Kleist.

„St. Jacobi soll kein Geheimtipp bleiben“, befindet Finanzsenator Dr. Andreas Dressel. „Jacobi steht in der Mitte der Stadt und wird nun auch in der Mitte des Bewusstseins der Hamburger ankommen.“ Bischöfin Kirsten Fehrs pries die spätmittelalterliche Kunst der Hauptkirche als Kulturgut, das durch eine Sanierung der Öffentlichkeit ganz neu zugänglich gemacht werden könne. Auch Bezirksamtsleiter Falko Droßmann begrüßte die Sanierung, die die öffentlichen Plätze wie den Jakobikirchhof in der Innenstadt, abseits von Wirtschaft und Handel, mehr ins Licht rücken wird sowie die sozialdiakonische Arbeit der Gemeinde und ihren Einsatz für das Gemeinwesen, wie z.B. im Rahmen des Runden Tisches St. Jacobi.

„Jacobi ist Geschichte!“, so Droßmann.

Geschichte, die nun in die Zukunft blicken kann!

Zu sehen v.l.n.r.: Bezirksamtsleiter Falko Droßmann, Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Metin Hakverdi (Mitglied des Deutschen Bundestags), Hauptpastorin Astrid Kleist, Bischöfin Kirsten Fehrs