Unterstützung für Betroffene von sexualisierter Gewalt im kirchlichen Kontext

Die Ergebnisse der ForuM-Studie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in evangelischer Kirche und Diakonie zeigen, das wir an der Seite der Betroffenen stehen und handeln müssen.

Die Ergebnisse der ForuM-Studie sind erschütternd. Auf 860 Seiten zeigt ein interdisziplinäres Forscherteam auf, wo die Evangelische Kirche beim Schutz vor und der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt versagt hat. Unsere Aufgabe ist es, an der Seite der Betroffenen zu stehen und das Unrecht, das sie erfahren haben, anzuerkennen. Es gilt, mit den Ergebnissen der Studie die Aufklärung voranzubringen und die Maßnahmen der Prävention und Intervention zu überprüfen und zu intensivieren. Im Februar hat sich die Landessynode der Nordkirche mit den Ergebnissen der Studie auseinandergesetzt. Das Beteiligungsforum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), in dem Betroffene und Kirchenvertreter*innen zusammenarbeiten, erarbeitet Handlungsvorschläge, die deutschlandweit von evangelischen Landeskirchen umgesetzt werden sollen. Denn auch das zeigte die Studie auf: Der Umgang mit sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche ist nicht einheitlich in Deutschland, es gelten unterschiedliche Standards in Bezug auf Prävention, Intervention, Dokumentation, Aufarbeitung und Entschädigung. 

Ansprechpersonen für Betroffene

Für Betroffene und alle Menschen, die Fragen zu dem Thema haben, stehen unabhängige Anlaufstellen und kirchliche Fachstellen zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie von sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche betroffen sind oder waren oder wenn Sie Gesprächsbedarf rund um die Themen Prävention, Intervention und Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt haben: