Restaurierungswerkstatt St. Jacobi

Etwas verborgen hinter Türen, aber dennoch mittendrin in der Hauptkirche St. Jacobi befindet sich die Restaurierungswerkstatt. Auf drei übereinanderliegenden begehbaren Ebenen werden Kunstwerke unterschiedlicher Erhaltungszustände denkmalpflegerisch bearbeitet und restauriert. Sie alle haben und erzählen Geschichten, Geschichten über Hamburg und seine Kirchen. Durch eine einzigartige Kooperation zwischen dem Denkmalschutzamt Hamburg und der Kirche St. Jacobi wurde es möglich, aus einem Provisorium zur Restaurierung des Lukas-Altars (1984) eine vollständig ausgestattete Werkstatt werden zu lassen.
1997 wurde dann schon in der jetzigen Werkstatt ein bedeutendes Objekt – der Marienaltar des ehemaligen Hamburger Doms aus dem Nationalmuseum in Warschau – gemeinsam mit polnischen Restaurator*innen restauriert. Es folgten viele große und kleine Restaurierungsprojekte, die seitdem hier vorgenommen wurden.

Lernen und Erleben

Nun wird ein neuer Abschnitt in der Geschichte der Restaurierungswerkstatt eingeläutet, indem das bisher Verborgene sukzessive nach außen sichtbar gemacht wird. Als Lern- und Erlebniswerkstatt weiterentwickelt, können künftig Hamburger Kinder- und Schulgruppen und Erwachsene in ihrer Freizeit oder im Urlaub an verschiedensten Events und Bildungsangeboten – von wissenschaftlich-handwerklicher bis künstlerisch-kreativer Ausrichtung – teilnehmen. In innerstädtischer Lage, die sich sonst überwiegend über Dienstleistungs- und Konsumangebote auszeichnet, wird ein kirchenpädagogischer Lern- und Erlebnisort für große und kleine Hamburger*innen geschaffen, der neue, niedrigschwellige Zugänge zu Stadt- und Kulturgeschichte sowie kirchlichen Räumen und deren Bedeutung schafft.

Für die Erarbeitung des Vermittlungskonzeptes und die Umsetzung sind Fridericke Conrad (Kunsthistorikerin, M.A.) als Museumspädagogin sowie der Leiter der Restaurierungswerkstatt, Eberhard Taube (Diplom-Restaurator (FH)), als Amtsrestaurator für Bau- und Kunstdenkmalpflege zuständig.

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