Kunstschätze

Die Hauptkirche St. Jacobi steckt voller alter Schätze. Dazu gehören u.a. die berühmte Arp-Schnitger-Orgel (1693), die mit ca. 4.000 Pfeifen die größte erhaltene Barock­orgel im nordeuropäischen Raum ist und die Fenster mit Glasmalereien von Glasmalereien von Carl Crodel

Altäre

Der Trinitatisaltar St. Jacobi bewahrt drei Altäre (genauer gesagt: Flügelretabel) aus der Zeit um 1500. Noch 1525, also kurz vor Einführung der Reformation in Hamburg, zählte man in St. Jacobi 20 Nebenaltäre, die an den Pfeilern aufgestellt waren, und an denen Seelenmessen und Gottesdienste gelesen wurden. Nach der Reformation wurden die meisten Nebenaltäre entfernt.

Der Trinitatisaltar (um 1510) fand seine endgültige Aufstellung im Hauptchor, der Petrialtar (um 1508) und der aus dem Hamburger Dom stam­mende Lukasaltar (1499) in den beiden Südschiffen. Auf diese Weise sind die Flügelaltäre aus einem musealen Dasein heraus in das gottesdienstliche Leben der Kirche einbezogen. Sie künden dort vom Glauben und bieten der Frömmigkeit Bilder.

Herrensaal

Der Herrensaal Der sogenannte Herrensaal ist eines der weniger bekannten Schmuckstücke von St. Jacobi. Diesen Raum zeichnen verschiedene Besonderheiten aus: Der Herrensaal ist zusammen mit der Sakristei das älteste noch bestehende, nie zerstörte Gebäudeteil in ganz Hamburg. Er war und ist bis heute Versammlungssaal der kirchlichen Gre­mien. Hier wurde und wird über kirchliche und städtische Ange­legen­heiten diskutiert und entschieden.

Die Wände schmücken insgesamt zwölf Wappentafeln, deren erste auf das Jahr 1543 zurückgeht. Auf diesen Tafeln finden sich die Namen und Wappen der Gemeindeältesten und Pastoren der Hauptkirche bis zum heutigen Tag. Die Wände sind mit bemalten Leinwänden bespannt, die 1710 von J. M. Riesenberger mit Landschaftsgemälden versehen wurden. Derselbe Maler gestaltete auch die Decke neu. An ihr finden sich allegorische Frauengestalten, die die Bürgertugenden darstellen. Bei Restaurierungen stieß man hinter den Leinwän­den auf Renaissance-Malereien, die leider nur selten gezeigt werden können.