Kirchenmusik

Die Kantorei St. Jacobi Eine lebendige Tradition, Vielfalt und Originalität prägen das Musikleben an St. Jacobi. Mit einer besonders weit gefächer­ten Programmauswahl und Aufführungspraxis trägt St. Jacobi in einzigartiger Weise dazu bei, das musikalische Erbe der letzten vier Jahrhunderte im Gottesdienst und in Konzerten erklingen zu lassen.

Die Arp-Schnitger-Orgel und die moderne Kemper-Orgel, sowie die Kantorei und das Vokalensemble als Chöre an St. Jacobi sind Klang­körper, die allen musikalischen Genres und Stilrichtungen gerecht werden. Mit dem mittelalterlichen Kirchenraum, dem abgeteilten Südschiff, dem Schnitgersaal im Turm, dem Herrensaal und dem Barocktreppenhaus an der Nordseite verfügt Jacobi über einen seltenen Reichtum an Spielstätten, der immer wieder kreativ zu neuen Konzertformen genutzt wird.

Informationen zu den Konzerten und Veranstaltungen finden sie im Jahresprogramm 2019

Kirchenmusiker

Kirchenmusiker Gerhard Löffler Seit 2016 ist Gerhard Löffler Kantor und Organist der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg. Sein Orgelrepertoire umfasst die Musik aller Epo­chen, wobei dem Schaffen Bachs eine zentrale Rolle zukommt. Regelmäßig spielt er als Gast auf bedeutenden historischen Instrumenten (Silbermann, Stellwagen) ebenso wie auf sympho­nischen Orgeln (Walcker, Sauer). Er gastiert in den Domen von Kaliningrad, Bamberg, Ottobeuren, Erfurt und Berlin, aber auch in den Konzerthäusern von Berlin und Bochum und der Alten Oper Frankfurt. Als Organist arbeitet er mit Ensembles wie der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Juilliard Symphony Orchestra und dem NDR-Chor zusammen. Viele seiner Kon­zerte wurden von Rundfunk und Fernsehen dokumentiert.

Ebenso vielseitig ist auch Gerhard Löfflers Repertoire als Diri­gent. Mit seinen Kantoreien erarbeitet er neben Werken des klassischen Chorrepertoires vom Oratorium bis zur a-cappella-Musik auch zahlreiche Kompositionen von der Alten bis zur zeitgenössischen Musik. Regelmäßig gewinnt er sein Publikum aber auch für selten gespielte Werke von Salomone Rossi oder Francis Poulenc, die er in seinen Programmen geschickt mit den Klassikern des Repertoires kombiniert. 2013 folgte er der Einladung der Berliner Domkantorei zur Aufführung von Bachs „Weihnachtsoratorium” an den Berliner Dom.

Sein Schaffen führt ihn immer wieder mit Solist*innen wie Bogna Bartosz, Lothar Odinius, Sebastian Noack, Manfred Bittner, Iwona Sobotka, Bernd Weikl und den Schauspielerinnen Katha­rina Thalbach und Hannelore Elsner zusammen. Er leitete das Frankfurter Opern- und Museumsorchester, die Berliner Sym­pho­niker, Mitglieder der Staatskapelle Berlin und das Barock­orchester Aris & Aulis. Vielfach bringt er auch orchestrale Werke zu Gehör wie Wagners „Karfreitagszauber“ oder Mendelssohns „Sommernachtstraum”.

Bereits Jungstudent bei Martin Lücker (Frankfurt am Main), stu­dierte er dann A-Kirchenmusik in Frankfurt, anschließend Künstlerische Ausbildung Orgel bei Ludger Lohmann (Stuttgart) und John Weaver (New York). Der 1979 geborene Organist war Musikalischer Assistent der Juilliard Choral Union und wirkte als Kirchenmusiker in Frankfurt und Berlin. Einladungen führen Ger­hard Löffler in näherer Zukunft in die Hamburger Elb­phil­har­monie, zu den Bochumer Symphonikern, nach St. Katha­rinen in Frankfurt am Main und an die Stellwagen-Orgel in Stral­sund.